30. November 2022
Ein Strauch mit einer pinker Blüte die nach innen weiß wird und einem gelben Stempel.

Wandel im Topf

Derzeit denke ich viel darüber nach wie der Wandel weg von einer Konsumgesellschaft, hin zu einer Genügsamkeitsgesellschaft gelingen kann. Was mir dabei hilft ist Fiktion. Angeregt durch ein Podcast-Interview von Gloria Benedikt durch das Profil-Magazin, begann ich in Form einer Geschichte darüber nachzudenken. Meine bisherigen Erkenntnisse und Überlegungen daraus, möchte ich dir heute kurz vorstellen.

Bevor es so richtig los geht, hier kurz erklärt aus welcher Ecke ich komme. Ich lebe nunmehr seit ca. 15 Jahren in Wien und arbeite 9 davon in der Energieberatung. Ein sehr technisch orientierter Beratungsjob, bei dem mir häufig die Natur zu kurz kommt. Zum Glück spielt auch Friedensreich Hundertwasser in meinem Job eine Rolle, der Zeit seines Lebens immer wieder die Bedeutung von Natur auch in der Architektur betont hat. 

Wenn ich unterwegs bin höre ich auch gerne Podcasts und wie es der Zufall so will, gab es noch eine Podcast-Folge die mich inspiriert hat und zwar mit Lena Schilling. Ein Satz der mir besonders hängen geblieben ist „Wir brauchen die lokalen Kämpfe, um die globalen Probleme lösen zu können“. Worum es mir bei dem Satz geht ist, dass uns die globalen Probleme schnell überfordern und ohnmächtig werden lassen. Hingegen können wir in unserem eigenen Einflussbereich sehr wirkmächtig sein.

Eine meiner stärken ist es mir Dinge gut vorstellen zu können und zu träumen, was ein wichtiger Baustein am Weg in eine klimagerechte Zukunft ist.

Die Herausforderung

Wir alle kennen technische Lösungen für bestimmte Fragestellungen. Wir wissen, dass wir weniger Autofahren sollten, die Städte grüner sein sollten. Es sollten auch weniger Lebensmittel verschwendet werden, und auch kein Müll anfallen und am besten lebten wir alle vegan. Diese Aufzählung ist klarerweise unvollständig und beinhaltet auch eher die Perspektive individueller Verhaltensweisen und kaum struktureller Veränderungen durch Gesetzgebung und Co.

Das interessante ist, dass wir für viele dieser „Sollte-Modi“ Lösungen haben, was die Frage aufwirft woran scheitert es?

Ich denke, dass hier ein gemeinsames Zielbild / Vision fehlt. Irgendwie haben wir alle eine Vorstellung davon wie es anders sein sollte, aber wie es so richtig aussehen kann, weiß wohl keiner, geschweige denn, dass wir innerhalb der Gesellschaft ein Bild davon haben.

Aus diesem Grund beschäftige ich mich in meiner Fiktion damit, vor allem mit der Frage was in der Gesellschaft passiert sein muss, dass meine Figur bereits in der neuen Welt leben kann.

Die Geschichte spiegelt dabei nicht die gesamte Welt wieder, sondern fokussiert sich auf die Stadt Wien. Der Grund hierfür ist recht einfach. Wie Eingangs erwähnt, lebe ich schon lange in Wien und kenne die Stadt recht gut. Ich kann mir daher gut ausmalen, wie Wien für mich in den nächsten Jahren aussehen sollte. Das ist noch der einfach Teil der Geschichte. Die Frage wie es dazu gekommen ist, ist dabei die wahre Herausforderung, denn es laufen viele Prozesse parallel ab. Viele Bedürfnisse müssen abgedeckt werden und zu einem großen gemeinsamen zusammengeführt werden. Klar habe ich auch hierzu Ideen, jedoch denke ich nicht, dass ich die Antwort alleine finden werde.

Die Idee

Aius diesem Grund möchte ich gerne ein Projekt starten bei dem genau da im Mittelpunkt steht. Die Bedürfnisse der Menschen an der Schwelle zwischen Realität und Fiktion im Kontext Nachhaltigkeit sichtbar und zu einem großen Bild zusammenführbar zu machen. Ich weiß noch nicht wie ich das anstelle, allerdings glaube ich fest daran, dass wir eine starke gemeinsame Vision brauchen, vor allem als Zivilgesellschaft, um in den nächsten Jahren eine Wende zu schaffen.

Maris

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