3. Dezember 2020
Tips und Tricks

Meine 10 Learnings einer Seminararbeit

Die letzten Wochen und Monate waren sehr arbeitsintensiv. Nachdem ich ursprünglich plante an einem OKR Sprint teilzunehmen, scheiterte dieses Vorhaben rasch an den aktuellen Herausforderungen meines Masterstudiums.

Was bisher geschah:

Das Wintersemester hat begonnen und somit auch die intensive Arbeit an unserem Blogprojekt – genauer gesagt der Konzeptualisierung, dem Design und der Erarbeitung erster Artikel. Es handelt sich dabei um einen Organisations-Blog der FH Burgenland zum Thema Instructional Design. Zudem war ich damit beauftragt mir das Thema von einer wissenschaftlichen Seite anzusehen und eine Seminararbeit zu verfassen. Zum Thema Blogs gibt es schier unendlich viele Journalartikel, allerdings vergleichsweise wenige, die mir auf meine Fragestellung antworten konnten. Wie auch immer, die Sache ist abgehackt und ich bin heilfroh sie über die Bühne gebracht zu haben. Es macht mir zwar Spaß mich mit Themen intensiv auseinander zu setzen, aber irgendwann ist dann auch Schluss. Insbesondere macht es mir trotzdem noch mehr Freude kreativ zu arbeiten und das ist bei der Konzeptentwicklung definitiv der Fall.

Nebenbei haben wir noch ein kleines eLearning zum Thema Cloud Services in Englisch aufsetzen dürfen. Die Party ist noch lange nicht vorbei und es gibt noch einiges mehr zu tun.

Was ich bislang gelernt habe:

Seminararbeiten zu schreiben ist sehr aufwendig. Dabei ist es gar nicht so sehr das Schreiben, sondern vielmehr die damit verbundene Recherche. Am meisten strengte mich unter anderem die immer wieder notwendige Übersetzungsleistung von Englisch ins Deutsche an. Im Laufe der Arbeit bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es mitunter sogar leichter gewesen wäre gleich auf Englisch zu schreiben. Nebenbei gesagt, keine Ahnung ob das stimmt. Ich werde es im Moment nicht mehr testen.

  1. Lesen, lesen, lesen für den Überblick: Mir hilft das immer ungemein, wenn ich zu Beginn einfach mal Sichte was so an Literatur vorhanden ist und das auf mich wirken lasse. Das ist zu Beginn oft ein wenig mühsam, jedoch braut sich mit der Zeit ein roter Faden zusammen, der sich dann recht leicht ausarbeiten lässt.
  2. Stelle eine konkrete wissenschaftliche Frage: Wenn für mich Punkt 1 abgeschlossen ist, versuche ich daraus eine passende Fragestellung zu finden. Gerade bei kleinen Arbeiten ist das wichtig. Wenn du das nicht tust, kann es schnell mal passieren, dass die Arbeit ausufert und man den roten Faden verliert.
    • Frag den Text: Sich eine Frage zu stellen, kann in weiterer Folge auch wichtig beim Lesen von Texten sein. Ich frage mich vor jedem Kapitel auch immer, welche Frage mir durch den Text gerade beantwortet werden soll, damit ich meine Arbeit schreiben kann.
  3. Formale Kriterien lesen: Dieser Teil gehört für mich immer zu den unspannensten Dingen, dennoch ist er verdammt wichtig. Eine falsche Zitierweise, kann im Nachgang viel Arbeit und Frust bedeuten. Ich habe deshalb gelernt mir lieber im Vorfeld alles genau durchzulesen und mich gleich während des Schreibens daran zu halten. ZItierfehler sind Fehler die sich meiner Ansicht nach leicht vermeiden lassen.
  4. Ordnung in die Recherche bringen: Bringe Ordnung in deine Recherche. In meinem Fall habe ich die Literatur einfach alphabetisch abgespeichert und gleich in der Literaturliste eingetragen.
  5. Notizen machen: Adobe Acrobat ist einfach super um z.B. neben Markierungen auch Notizen zu machen. Ich habe die Funktion genutzt um mir Anmerkungen zu mache, an welcher Stelle ich welche Inhalte des Papers einbringen möchte.
  6. Eine grobe Struktur erstellen = Inhaltsverzeichnis: Mir hilft das immer immens um in weiterer Folge noch gezielter recherchieren zu können .
  7. Einen ruhigen, bequemen Ort zu schreiben: Schreiben ist eine herausfordernde Tätigkeit. Das erfordert Konzentration. Ich bevorzuge daher Orte an denen ich meine Ruhe habe und möglichst nicht abgelenkt werde. Für mich gibt es nichts schlimmeres, wenn ich in meinem Schreibfluss unterbrochen werde, denn es bracht immer eine Zeit hineinzukommen.
  8. Pausen planen: Zugegeben fällt mir das in diesm Kontext sehr schwer. Wie oben bereits beschrieben ist jede Unterbrechung insofern ein Problem, da sie meinen Schreib- und Denkfluss unterbricht. Andererseits merke ich, dass ich welche brauche, denn Kopfschmerzen sind häufig vorprogrammiert, wenn ich mehrere Stunden am Stück durcharbeite. Vielleicht hast du einen Tipp, wie du mit so einer Situation umgehst.
  9. Kritisches Feedback nach jedem Kapitel: Lass dir regelmäßig zu Abschnitten kritisches Feedback geben, um das ev. nochmals zu überarbeiten. Ein Feedback am Schluss ist oft zu spät. Der Aufwand des Umarbeitens ist häufig immens hoch, das man es doch lieber bleiben lässt. Das kann zu Frust führen, was nicht sein muss.
  10. Einen festen Speicherort wählen: Mir ist aufgefallen, dass die Formatierung tatsächlich Probleme machen kann auch wenn man immer Word verwendet. Durch das Herunterladen, passen teilweise Vorlagen nicht mehr und das führt zu einem unschönen Ergebnis. In meinem Fall durfte ich einige Passagen nochmals schreiben, weil ich es anders nicht mehr hinbekommen habe. Für mich habe ich den Schluss daraus gezogen, dass ich bei Abgabe von Dokumenten, bevorzugt immer die Desktop-Version verwende, damit durch den Down- und Upload nicht unbeabsichtigt etwas schief geht.

Martina Krobath

Vision - Die Zusammenarbeit verbessern. Mission - Knowledge Culture mitgestalten. Weg - Working Out Loud-Prinzipien als Haltung etablieren

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