6. Juni 2020

WOL-Spirit: Was muss das Unternehmen tun?

Nachdem mich das Thema Working Out Loud sehr intensiv beschäftigt, versuche ich so viel wie möglich darüber in Erfahrung zu bringen und das auf meinem Blog zu teilen. Persönlich spricht mich WOL sehr an weshalb ich bereits an einem Circle teilnehme. Mein großes Ziel ist es jedoch das als gelebte Praxis in unseren Konzern zu bringen. In diesem Kontext stellen sich mir jedoch einige Fragen, daher habe ich auf LinkedIn in die Working Out Loud Gruppe meine Frage gepostet.

“ What do you think are the core resources that the company must provide to enable Working Out Loud for all employees? „

Zu Deutsch: Was denkst du sind die Kernressourcen die ein Unternehmen bereitsstellen muss um allen Angestellten WOL zu ermöglichen?

Prompt nachdem ich meine Frage stellte erhielt ich bereits erste wertvolle Kommentare auf die ich hier näher eingehen möchte. Wenn du das original nachlesen möchtest findest du es hier den Link zu meinem Post.

Wenn ich die Antworten im Kern zusammen fasse, dann gibt es drei Punkte die besonders hervorstechen:

  1. Ist es uns erlaubt Working Out Loud in der Arbeitszeit zu betreiben und wie wird diese eine Stunde pro Woche dokumentiert? Diese Frage muss vorab mit dem Management geklärt werden – was uns auch gleich zu Punkt zwei führt.
  2. Support durch das Management: Zeit ist ein knappes Gut. Die Kalender sind voll und ein Termin jagt den anderen. Gerade deswegen ist die Unterstützung durch die Führungskräfte. Ihre Haltung trägt maßgeblich dazu bei, dass Mitarbeitende nicht nur die Erlaubnis haben, sondern sich auch trauen zu WOL-len.
  3. Support durch Mitarbeiter*innen: Wenn es bereits WOL-erfahrene Mitarbeiter*innen gibt, macht es Sinn diese als Ansprechpartner*innen einzusetzen um den Spirit auch wirklich zu verbreiten.
  4. Strukturen: Zum Einen bezieht sich das auf die Einführung von WOL, das kann zum Beispiel in Form einer Kick-Off Veranstaltung passieren oder durch eine Intranet-Seite auf der das Konzept erklärt wird und die Unterlagen wie Circle-Guides, Ansprechpersonen etc. verlinkt sind. Zum anderen braucht es kommunikative Strukturen in Form von Räumlichkeiten bei Offline-Circles bzw. Online-Tools wie Skype, Teams, Webex etc. für die Online-Circles, die Seitens des Unternehmens zu Verfügung gestellt werden müssen.
Die WOL-Methode revolutioniert die digitale Zusammenarbeit
Quelle: https://nwx.new-work.se/newworkstories

 

Danke an dieser Stelle auch nochmal an alle die auf meine Fragen geantwortet haben. Es hat nochmals meinen Blick geschärft was für die Umsetzung wichtig ist und welche Dinge auch in Richtung Management für ein Gelingen kommuniziert werden müssen. Die Frage die ich damit nicht beantworten konnte ist, wie auch die Mitarbeiter*innen für WOL zu begeistern sind. Ich denke das Unternehmen kann hier sicher auch Anreize setzen, jedoch kommt es zuletzt doch auf jeden selbst an ob er bzw. sie WOL als wertvolles Konzept für sich erachtet.

Falls du noch weitere Ideen, Erfahrungen, Erkenntnisse hast die du mit mir teilen möchtest, schreibe es mir doch in die Kommentare.

Martina Krobath

Vision - Die Zusammenarbeit verbessern. Mission - Knowledge Culture mitgestalten. Weg - Working Out Loud-Prinzipien als Haltung etablieren

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